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Freitag, 4. April, 22.30 Uhr, Kino 1
Lange Nacht der Hochschulfilme

Der Kurzfilm hat eine Renaissance hinter sich. Nachdem er zwischenzeitlich nur noch ein Schattendasein führte, wird er immer populärer. Auch auf anderen Festivals sind die Kurzfilmprogramme längst Publikumsrenner.

Entscheidend dazu beigetragen haben die StudentInnen der Hochschulen. Weitgehend unabhängig von finanziellen Zwängen entstehen hier Filme, die international für Aufsehen sorgen und auf vielen Festivals prämiert werden.

Mit unserer langen Nacht des Hochschulfilms wollen wir auch in Oldenburg zeigen, warum dies so ist.

Mit der Filmhochschule Lódz haben wir eine der berühmtesten Hochschulen Europas zu Gast. 1948 gegründet, war Andrzej Wajda einer der ersten Absolventen. Es folgten Roman Polanski, Krzysztof Zanussi und Krzysztof Kieslowski. Die Filmhochschule behauptete auch nach 1968 ihre politische Unabhängigkeit und ihren Ruf als kulturelle Avantgarde. Keine andere Filmakademie hat in den letzten Jahren so viele internationale Preise eingeheimst wie Lódz.

Bei den deutschen Hochschulen ist mit der 1954 gegründeten Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg die älteste und größte der fünf deutschen Medienhochschulen vertreten. Thomas Brussig (SONNENALLEE), Andreas Dresen (NACHTGESTALTEN) und Andreas Kleinert (WEGE IN DIE NACHT) haben hier studiert.

Die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin wurde 1966 gegründet. Von ihr kommen u.a. Wolfgang Petersen (DAS BOOT), Harun Farucki (DER AUFTRAG), Detlev Buck (WIR KÖNNEN AUCH ANDERS) und Wolfgang Becker (GOOD BYE LENIN).

Mit der 1991 gegründeten Filmakademie Baden-Würtemberg ist schließlich auch die jüngste deutsche Filmhochschule vertreten. In dieser kurzen Zeit hat sie sich zu einer der renommierten europäischen Ausbildungsstätten entwickelt und mehr als 180 Preise gewonnen. Sven Tadicken aus Oldenburg, der für sein Spielfilmdebüt MEIN BRUDER DER VAMPIR den Max-Ophüls-Preis gewann (und auf den 6. Oldenburger Filmtagen den Regionalen Wettbewerb), studierte in Ludwigsburg.


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KRAINA ALICJI - ALICES WELT

Ein Road-Movie: Maya und ihre beste Freundin Alice sind auf dem Weg ans Meer. Während der Fahrt hat Maya eine wichtige Entscheidung zu treffen: entweder fürs Studium ins Ausland zu gehen und sich somit von ihrer Freundin zu trennen oder zu bleiben.


Polen 2001
14 min, 35mm

Regie/Buch: Marta Parlatore
Kamera: Robert Mleczko
Schnitt: Anna Adamawicz
Musik: Marta Parlatore, Marta Michalkiewic

DER EWIGE TAG

Der alte Mann, die Fabrik, die alltägliche Arbeit. Ein immer gleicher ein ewiger Tag. Ein dunkler Film von Hoffnung und Vergänglichkeit.


Deutschland 2001
8 min, 35mm

Regie: Toke Constantin Hebbeln

SKRZYDEA - DIE FLÜGEL

Träume vom Fliegen werden in Träume der Liebe verwandelt.


Polen 2001
13 min, 35mm

Regie/Buch: Maria Sadowska
Kamera: Marta Pruska
Schnitt: Boguslawa Furga
Musik: Maria Sadowska

SPORTFREI

Was zunächst scheint wie eine dokumentarische Sozialstudie über fünf Jungs, die ein verlassenes Schwimmstadion zum Spielplatz umfunktionieren, wird unvermittelt zu einem Film über die "Abwicklung" der DDR. sportfrei betreibt weder Siegerjustiz noch nostalgische Rückschau. Die große Stärke dieser Dokumentation ist, dass sie Widersprüche stehen lässt und dem Zuschauer trotz aller politisch gewichtigen Themen, die sie anreißt, den Alltag von fünf Jungen nahebringt.

1. Preis in der Kategorie Studentenfilm (Internationales Sportfilmfestival Tschechien)
Preis der Jury des Verbands der deutschen Filmkritik, bester Wettbewerbsbeitrag


Deutschland 1999
13 min, 16mm, s/w

Regie: Anna Klammroth
Kamera: Ines Thomsen
Schnitt: Rune Schweitzer

DORTOKA UHARTEA - INSEL DER SCHILDKRÖTE

Ein Wesen stürzt vom All auf die Erde in der Nähe einer Insel. Das Wesen entpuppt sich als Ainhoa, ein zehnjähriges Mädchen, das unter chronischem Asthma leidet und allein zur Insel geschwommen ist. Ainhoa stellt sich vor, sie sei ein Alien. Das "Alien" erobert die einsame Insel und sendet Zeichen an seinen Planeten, um abgeholt zu werden. Die Erdatmosphäre bekommt ihr nicht: Es fällt ihr schwer zu atmen. Als ein Mann vom Roten Kreuz sie aufs Festland zurückbringen will, flieht sie. Ainhoa verbringt eine besondere Nacht alleine auf der Insel, bevor sie am nächsten Morgen von ihm und ihrer Eltern eingefangen wird. Die "einsame" Insel ist in Wirklichkeit die Ausflugsinsel Santa Clara, in der Bucht von San Sebastián. Durch das Erlebte beweist Ainhoa sich und ihren Eltern, dass sie trotz ihrer Krankheit stark und unabhängig ist und setzt dafür sogar ihr Leben aufs Spiel.

Nominierung First Steps Award 2002
Förderpreis für Beste Regie, Internationale Kurzfilmtage Winterthur 2002
Max-Ophüls-Preis für Kurzfilm Saarbrücken 2003



in der PAUSE laden wir ein zum Mitternachtssnack


Deutschland 2002
14 min, 35mm, OmU

Regie: Maru Solores
Buch: Maru Solores, Ruth Rehmet
Kamera: Frank Amann
Schnitt: Bettina Böhler, Maru Solores

JUNGS ZUM ANFASSEN

Zwei Freundinnen auf der Suche nach letzten Gefahren in der IKEA-Welt spielen im Industriegebiet ein besonderes Spiel: Sie fahren mit Männern, die verwundbar aussehen und demütigen sie mit Verbalpornographie. Doch sie haben nicht mit Horst gerechnet, der das Spiel einfach umdreht und sie plötzlich selbst sehr verletzbar erscheinen lässt. In der sommerlichen Hitze eines verlassenen Supermarktparkplatzes wird ihre Freundschaft auf eine schwere Probe gestellt.

Intl. Festival der Filmhochschulen München, 2002 (Lobende Erwähnung)


Deutschland 2002
12 min, 35mm

Regie/Buch: Birgit Grosskopf
Kamera: Randa Chahoud, Tanja Trentmann
Schnitt: Nina Caspers, Birgit Grosskopf

SING SING SING

Das ruhige Leben einer Schneiderin, die das Singen liebt und die Ordnung schätzt, wird gestört: Eine Meerjungfrau kommt ihr in die Quere...


Deutschland 2002
11:50 min, 35mm

Regie: Roswitha Menzel
Schnitt: Wendy Maisel
Musik: Tilman Ritter
Gesang: Sophia Brickwell, Claudia Herr

MÄNNERSACHE

Drei Tage im Leben eines 13-jährigen, angesiedelt in der tristen Realität des heutigen Polen. Verzweifelt versucht der Junge zu verbergen, dass sein Vater ihn prügelt. Er ist allein, Hilfe kommt weder von seiner Mutter noch von der Schule, und auch der wohlmeinende Sportlehrer ist ein Tyrann. Der einzige Freund ist ein kranker Hund im Tierheim.

Nominierungen für den Felix und für den Oscar


Polen 2001
26 min, 35mm

Regie/Buch: Slawomir Fabicki
Kamera: Bogumil Godfrejow
Schnitt: Joanna Fabicki
Musik: Barbara Kolago

DOZORCA - DER PFÖRTNER

Eine Geschichte über einen gewöhnlichen Mann, der auf dem Weg zur Arbeit auf etwas Ungewöhnliches stößt.


Gäste:
Toke Constantin Hebbeln
Anna Klammroth
Maru Solores


Polen 1995/96
8 min, 35mm, s/w

Regie/Buch/Kamera: Marek Gajczak
Schnitt: Wojciech Mrowczynski, Henryk Zasttrozny
Musik: D. Grzebelus, M. Jaworski
© 2003