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Samstag, 5. April, 00.00 Uhr, Kino 1
Reihe Aufbruch


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AUS HEITEREM HIMMEL

Die junge Verkäuferin Marcia ist vom Land nach Buenos Aires gezogen. Sie ist einsam und äußerst scheu gefangen in ihrer tristen Alltagsroutine. Eines Tages verfolgen sie Mao und Lenin, zwei junge lesbische Punkfrauen, die sie mit unverfrorener Offenheit aus der Reserve locken: Mao will mit ihr die Nacht verbringen. Halb verführt, halb genötigt, lässt Marcia sich auf ein Gespräch ein. "Liebe, die unerklärbar ist, kann bewiesen werden. Und der Liebesbeweis ist gleich viel wert wie das Gefühl", versichert ihr die launische Mao und schon ganz eingenommen von der Idee, das unschuldige Mädchen zu verführen. Um eben diese Liebe zu beweisen, laden sie die beiden Frauen zu einem Ausflug an das Meer ein, das Marcia noch nie gesehen hat. Die Eskapade wird zur Initiationsreise, deren eigentliches Ziel durch immer neue, unvorhersehbare Ereignisse hinausgeschoben wird. Der seltsame Ausflug endet schließlich in einem Haus, in dem Lenins Tante, Felipe und Delia wohnen. Argwohn und Misstrauen, die ursprünglich zwischen den sechs Personen vorherrschen, lösen sich nach und nach in Luft auf, um wie durch Zauberkraft Gefühlen wie Komplizität und Zärtlichkeit Platz zu machen. Aber um das Eis zu brechen, muss man den Tod besiegen...

Im Mittelpunkt von Aus heiterem Himmel stehen die Beziehungen zu den anderen und deren Wandlung ausgelöst durch die Reise und die Energien, die sie freisetzt. Davon sind nicht nur die Reisenden betroffen, sondern auch jene, denen sie unterwegs begegnen. Der Film ist ein Loblied auf das Risiko und das Abenteuer sowie darauf, die Masken fallen zu lassen, die uns von den Anderen trennen.

Silberner Bär (Internationales Filmfest Locarno)



Argentinien 2002
90 min, 35mm, OmU

Regie: Diego Lerman
Buch: Diego Lerman, Maria Meira
Kamera: Luciano Zito, Diego del Piano
Schnitt: Benjamin Avilia, Alberto Ponce
Verleih: Alamode
© 2003