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Donnerstag, 3. April, 20.00 Uhr, Kino 2 |
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HereroLesung mit Gerhard SeyfriedVor den Hintergrund eines der dunkelsten Kapitel deutscher Kolonialgeschichte erzählt Gerhard Seyfrieds "Herero" von deutschen Siedlern, deutschen Generälen und aufständischen Hereros in den Weiten Afrikas. Der Roman ist 2003 bei Eichborn Berlin erschienen. "Herero" erzählt die Geschichte des Kartographen Carl Ettmann, den es aus dem Trubel des wilhelminischen Berlin in den kolonialen Traum von Deutsch-Südwestafrika verschlägt - und in den Albtraum des Herero-Aufstands. "In seinem sprachlich furiosen Roman greift Gerhard Seyfried ein verdrängtes Kapitel deutscher Geschichte auf. Mit großer Überzeugungskraft gibt er einem lebensfeindlichen Land von grandioser Schönheit, den Weißen und den Hereros eine Sprache und formt eines der dunkelsten Kapitel deutscher Kolonialgeschichte zu einem beeindruckenden Stück Literatur."
Leseprobe: Gerhard Seyfried, geboren 1948, ist seit 1971 Cartoonist und Comiczeichner und erlangte in den Achtzigern einen Kultstatus, der ihm bis heute einen weltweiten Fanclub sichert. Er wurde zum "Doyen der Sponti-Comiczeichner" (Spiegel) ausgerufen und mit dem Ehrentitel des "Sprechblasen-Brueghel" (Stern) belegt und ist mit seinen Graphiken, Bildern und Comics auch immer politisch in Erscheinung getreten. 1990 erhielt er den Max-und-Moritz-Preis als bester deutscher Comiczeichner. Seit vielen Jahren übersetzt Seyfried Artikel, Sachbücher und Comics aus dem und ins Amerikanische. Auf den Stoff der Herero wurde er nach einer Namibiareise für das Goethe-Institut aufmerksam. Er hat mehrere Jahre über das Leben der Eingeborenen und der Deutschen in den Kolonien recherchiert. |
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