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Samstag, 5. April, 22.15 Uhr, Kino 2
Reihe Morgendämmerung


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LAST SUPPER

In einer Nervenheilanstalt erläutert ein Arzt seiner Assistentin die Vorzüge einer Videokamera bei der Behandlung von Patienten. Demonstrationsobjekt ist der lebenslustige Tincek, der wenig später den therapeutischen Nutzen der Kamera ganz anders versteht: Zusammen mit seinem Freund Hugo stiehlt er sie, und sie fliehen aus der Klinik. Fortan sind Hugo und Tincek in dieser schrägen und zeitgenössischen Schwejk-Paraphrase fast ausschließlich durch das Objektiv ihrer Kamera zu sehen. Sie wollen einen Liebesfilm drehen, mit Tincek als Held, der am Ende seine Traumfrau in die Arme schließt. Allerdings glaubt Tincek, ein echter Held müsse die Dame seines Herzens erst einmal aus einer Gefahr befreien. Ihre linkischen Versuche, jungen Frauen zu Hilfe zu eilen, scheitern auf aberwitzige Weise.

In der Prostituierten Magdalena finden sie schließlich ein weibliches Wesen, das Hilfe gebrauchen kann. Von ihrem Zuhälter verprügelt und von Freiern gequält, hat Magdalena allen Lebensmut verloren und will Selbstmord begehen. Hugo und Tincek sollen ihr dabei helfen. Doch vor ihrem Tod will Magdalena noch ein Mal ihre Großmutter auf dem Land besuchen: ein Ausflug in die Idylle, die nicht von langer Dauer ist, sind sie doch alle auf der Flucht...

Last Supper ist der erste Film einer jungen Gruppe von FilmemacherInnen. Sowohl der Regisseur Vojko Anzelic wie auch der Produzent (und gleichzeitig einer der Hauptdarsteller) Matjaz Javsnik, der Kameraman Miha Tozon und die Hauptdastellerin Aleksandra Balmazovic, haben ihren ersten Spielfilm realisiert. Er ist vollkommen unabhängig produziert, die Gelder mussten alle mühsam zusammengesammelt werden, lediglich das blow-up auf 35mm wurde vom Slowenischen Film Fonds finanziert. Last Supper wurde deshalb in gerade einmal sieben Tagen gedreht. Und dennoch hat sich der Film durchgesetzt. Er war der erfolgreichste slowenische Film 2001, mit den meisten BesucherInnen in den Kinos, und hat auch international auf vielen Festivals Preise gewonnen unter anderem für die Beste Regie auf dem goEast Festival in Wiesbaden.



Slowenien 2001
94 min, 35mm, OmE

Regie: Vojko Anzelic
Buch: Volodymir Apisova und Voljko Anzelic
Kamera: Miha Tozon
Schnitt: Janzez Bricelj
Musik: Dejan Dosio, Nino de Glerio
Verleih: Mangart d.o.o. Ljubliana
© 2003