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Samstag, 5. April, 20.00 Uhr, Kino 2 |
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IM TOTEN WINKELDiese Dokumentation besteht aus den Erinnerungen von Adolf Hitlers ehemaliger Privatsekretärin Traudl Junge. In Im toten Winkel äußert sich Traudl Junge erstmals öffentlich über die Zufälle und Lebensumstände, die sie zunächst in die Berliner "Kanzlei des Führers", später als Privatsekretärin in die Wolfsschanze führten und über die tägliche Routine im inneren Kreis von Hitlers Umgebung. Wenn Traudl Junge von den letzten Tagen vor Hitlers Selbstmord im Führerbunker erzählt – ein 25minütiger Monolog ohne jeden Filmschnitt – entsteht das in seiner Eindrücklichkeit und Präsenz fast beängstigende Bild der Leere im Zentrum einer menschenverachtenden Macht, die angesichts ihrer Niederlage in sich zusammenfällt. Im toten Winkel verzichtet auf jedes Beiwerk und konzentriert sich ganz auf die Erzählerin: die intensive, äußerste Verdichtung jahrzehntelangen, vorbehaltlosen Nachdenkens über Geschichte, Verdrängung, eigene Verantwortung und Schuld. Der Film verweigert sich jedem spekulativen Interesse an Geschichten über die Person Hitlers. Aber er enttäuscht die Sensationslust nicht: er widerlegt sie. Traudl Junge verstarb nach schwerer Krankheit in der Nacht des 11. Februar 2002, wenige Stunden nach der Uraufführung des Films auf der Berlinale. Panorama-Publikumspreis (Berlinale 2002) |
![]() Österreich 2002 90 min, 35mm Regie: André Heller, Othmar Schmiderer |
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