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AuszeitMessbare Zeit wird landläufig als etwas unabänderlich Dahinfließendes – oder besser: Dahinrennendes verstanden, nach dem man sich zu richten hat, um in einer Gesellschaft nicht aus dem Tritt zu kommen. Der Tag wird in kleinste Zeiteinheiten unterteilt, die das Handeln der Handelnden bestimmen und sie zur Annahme umfassender Planbarkeit sowie, damit verbunden, meist zur Beschleunigung des Handeln verleiten. Gerät eines dieser kleinen Zeitbruchstückchen aus den Fugen, fällt es aus dem Plan, dann reißt es letzteren in einer Art Dominoeffekt mit sich in die Zufälligkeit. Genau diese Zufälligkeit ist das Schreckgespenst einer Gesellschaft, die von sich glaubt, sich eine solche nicht leisten zu können. Doch dann begegnen uns im Kino diejenigen, die sich offenbar um das Diktat der messbaren Zeit in keinster Weise kümmern. Sie treten aus: aus der Zeit, aus der Gesellschaft, aus den Ritualen, die diese für sich mit der Zeit erfindet. Kann das funktionieren? Anscheinend schon – jedenfalls im Film – wie wir ein wenig neidvoll zugestehen müssen, wenn wir unsere "Leinwandhelden" beobachten: Sie lassen den Tag entweder einfach so verstreichen und geben sich ihrer eigenen Langsamkeit hin, sie suchen sich mit dem Austritt aus der Zeit auch einen neuen Raum, sie widmen sich ganz und gar einer Sache, ohne darauf zu achten, wieviel Zeit dabei vergeht oder sie begeben sich auf eine Reise außerhalb der Zeit. |
![]() MUTANTEN |
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